10.02.2017
Vortrag

Kriegsschauplatz Gehirn - Die neurobiologischen Folgen von Gewalt und Flucht

Prof. Dr. Thomas Loew, Foto: UKR Universitätsklinikum Regensburg

Gewalt, Misshandlung und Flucht können zu Traumatisierungen und später zu psychischen Symptomen führen. Betroffen sind besonders Kinder und Jugendliche, weil sie diesen Belastungen in einer Lebensphase ausgesetzt sind, in der das Gehirn spezifische Entwicklungsleistungen vollbringen muss. Eine Abendveranstaltung an der Uniklinik Köln widmet sich diesem Thema.

Die Traumatisierung durch Gewalt und Flucht hat nicht nur für die Betroffenen Konsequenzen, sondern auch für die, die mit ihrer Betreuung betraut sind. Bedingt durch die große Zahl an Opfern sowie deren Anforderungen reichen die Möglichkeiten der Richtlinienpsychotherapie, psychiatrischen und psychosomatischen Krankenhäusern sowie Reha-Kliniken für eine Versorgung nicht aus, zumal in den meisten Fällen eine Traumatisierung keine psychische Störung, aber eine schwerwiegende Belastung mit sich bringt.

Datum:
Uhrzeit:
Ort:


Eintritt:
Dienstag, 14. Februar 2017
19.00 s.t. - 20.30 Uhr
Hörsaal Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik;
Klinik für Neurologie (Gebäude 30)
Kerpener Str. 62, 50937 Köln (Anfahrt)
kostenlos

               

Das Regensburger Modell der „TraumaHelfer“ basiert auf der Mitwirkung von angeleiteten Laien in der Therapie. Ziel ist es dabei, den Betroffenen mit nonverbalen Mitteln (z. B. Spiel, Malen, aktives Zuhören, körperorientierte Selbststabilisierungsstrategien) einen Rahmen zu geben, der Bewältigung, Wachstum und Integration fördert.

Zielgruppe:

Der Vortrag richtet sich an alle Menschen, die sich mit der Thematik im professionellen Kontext auseinandersetzen wollen, zum Beispiel Psychotherapeuten, Ärzte, Lehrer, Erzieher und Betreuer.

Zur Person:

Prof. Dr. Thomas Loew (55), Facharzt für Psychosomatische Medizin und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit der Traumathematik und deren Behandlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln, ob es Folgen von Kriegshandlungen, anderen individuellen Katastrophen oder interaktionelle Probleme sind.

Veranstalter:            

Prof. Dr. Christian Albus
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie an der Uniklinik Köln

Priv.-Doz. Dr. Dipl.-Psych. Maya Krischer
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik Köln

Prof. Dr. Stephan Bender
Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik Köln

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