Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP)

Als eines der ersten universitären Alzheimer-Präventionszentren in Deutschland bietet das Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) eine Anlaufstelle für Menschen, die sich über Alzheimer-Prävention informieren möchten oder konkretes Interesse an Präventionsmaßnahmen oder Präventionsstudien haben.

Demenzerkrankungen stellen eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Durch die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft nimmt die Zahl der Demenzerkrankten stetig zu. Dabei stellt die Alzheimer-Krankheit mit ca. 75% der Fälle die häufigste Ursache für die Entwicklung einer Demenz dar. Durch die Forschungserkenntnisse der letzten Jahre hat die Prävention der Alzheimer-Krankheit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wir wissen heute, dass Präventionsmaßnahmen unter Berücksichtigung von Risikofaktoren das Fortschreiten der Krankheit positiv beeinflussen und das individuelle Demenzrisiko senken können. Gleichzeitig wurden durch technische Fortschritte Verfahren entwickelt, die es möglich machen, Alzheimer-typische Veränderungen im Gehirn bereits 20 Jahre vor Auftreten der ersten Symptome sichtbar zu machen. Diese lange Phase vor Auftreten der Symptome möchten wir nutzen, um das Gehirn zu schützen, bevor es krank wird! Um Maßnahmen zur Früherkennung und erfolgreiche Präventionsstrategien zu erforschen, werden zukünftig weitere Studien in diesem Bereich notwendig sein.

Univ.-Prof. Dr. Frank Jessen

Univ.-Prof. Dr. Frank Jessen

Leiter des Zentrums

Ansprechpartnerinnen: Britta Dölle und Susan Thielking
Telefon
+49 221 478-78999
Telefax
+49 221 478-36858

Kölner Alzheimer Präventionsregister

Sie möchten regelmäßig über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Konzepte zur Prävention der Alzheimer Krankheit und die Möglichkeit zur Teilnahme an Präventionsmaßnahmen oder aktuellen Präventionsstudien informiert werden? Dann melden Sie sich im Kölner Alzheimer Präventionsregister an!

Weitere Informationen über die Anmeldung finden Sie hier.

Neues aus der Alzheimer-Präventionsforschung

08/2019

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat erstmals eine Leitlinie mit konkreten Empfehlungen zur Demenz-Prävention vorgestellt. Diese Leitlinie richtet sich vorrangig an das öffentliche Gesundheitswesen, kann aber von jedem Einzelnen als Orientierungshilfe genutzt werden, um das eigene Risiko für den Abbau der Gedächtnisleitung zu verringern.  
Der Fokus der Leitlinie liegt hierbei auf veränderbaren Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen haben wir in der 7. Ausgabe des Newsletters des Kölner Alzheimer Präventionsregisters für Sie zusammengestellt.

Unsere Angebote

Veranstaltungen

Wir bieten regelmäßig Informationsveranstaltungen an, bei denen wir einen Überblick zur Präventionsforschung geben und aktuelle Studien vorstellen. Aktuelle Termine werden über den E-Mail Verteiler des Kölner Alzheimer Präventionsregisters oder auf dieser Webseite bekanntgegeben.

Präventionskurse

Wir arbeiten derzeit daran, Ihnen zukünftig Präventionskurse in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung anbieten zu können. Über diese Angebote werden wir Sie hier und über den E-Mail Verteiler des Kölner Alzheimer Präventionsregisters informieren.

Studien

Laufende Studien

Individuelle Risikoprofilierung zur Alzheimer- und Demenz-Prävention

Kurztitel: INSPIRATION

Für die INSPIRATION-Studie suchen wir Personen, die mindestens 30 Jahre alt sind und bei denen bislang keine Demenz festgestellt wurde. Ziel der Studie ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Häufigkeit und Verteilung der Risikofaktoren für Demenzerkrankungen in der Bevölkerung zu gewinnen.

Im Rahmen der Studie wird für jeden Teilnehmer ermittelt, welche Risikofaktoren für Demenzerkrankungen vorliegen. Anschließend erhalten die Studienteilnehmer eine wissenschaftlich fundierte Beratung, durch welche Maßnahmen das persönliche Risiko für Demenzerkrankungen gesenkt werden kann. Insgesamt nimmt der Termin für die Studienuntersuchungen etwa drei Stunden in Anspruch. Es finden u.a. ein ausführliches Arztgespräch, eine Blutentnahme und eine Gedächtnistestung statt.

Falls wir Ihr Interesse an unserem Forschungsprojekt geweckt haben, bitten wir Sie, sich im Kölner Alzheimer Präventionsregister zu registrieren, da sich dieses Programm an die Teilnehmer im Register wendet. Sie erhalten dann von uns weitere Information zu der Studie und haben die Möglichkeit, einen Termin zu vereinbaren.

Abgeschlossene Studien

European Prevention of Alzheimer’s Dementia Consortium

Kurztitel: EPAD
Fördereinrichtung: IMI (Europäische Kommission)
Laufzeit: 01/2015 – 10/2020
Status: in Deutschland beendet

Bei EPAD handelt es sich um eine Forschungsinitiative zur Alzheimer-Demenz, die von der Europäischen Union und der pharmazeutischen Industrie ins Leben gerufen wurde. In diesem Projekt soll die sehr frühe Krankheitsphase der Alzheimer-Krankheit erforscht werden. Hierfür werden gesunde Personen und Personen in einem frühen Stadium der Erkrankung in regelmäßigen Abständen auf Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit untersucht. Personen, bei denen Alzheimer-typische Veränderungen nachgewiesen werden, haben dann die Möglichkeit an Präventionsstudien teilzunehmen, die ebenfalls im Rahmen des EPAD Projektes durchgeführt werden. Link zur Website: http://ep-ad.org/

Models of Patient Engagement for Alzheimer’s Disease

Kurztitel: MOPEAD
Fördereinrichtung IMI2 (Europäische Kommission)
Laufzeit: 10/2016 – 12/2019
Status: abgeschlossen

Im Rahmen des MOPEAD-Projekts wurden an fünf europäischen Standorten Strategien zur effizienten Früherkennung der Alzheimer-Krankheit identifiziert und getestet. Dabei wurden die folgenden Strategien untersucht: eine kostenlose Gedächtnisuntersuchung in einer Gedächtnisambulanz, ein Online-Test im Internet und Gedächtnistestungen bei Diabetologen und Hausärzten. Link zur Website: https://www.mopead.eu/

Generation Program (Generation I + Generation II)

Sponsor: Novartis Pharmaceuticals
Status: abgeschlossen

In der „Generation Studie 1“ sollte getestet werden, ob die Medikamente CAD106 und CNP520 das Auftreten und Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit bei Personen mit erhöhtem genetischem Risiko bremsen können. In der „Generation Studie 2“ sollten die Effekte und Sicherheit von CNP520 bei Personen mit erhöhtem genetischen Risiko für die Alzheimer-Krankheit und Nachweis von Amyloid-Ablagerungen untersucht werden. Das Studienprogramm wurde allerdings seitens der Firma Novartis Pharmaceuticals vorzeitig beendet.

Weitere Forschungsprojekte

Als Teil der AG Klinische Demenzforschung sind die Mitarbeiter des Kölner Alzheimer Präventionszentrums an weiteren Forschungsprojekten beteiligt. Eine Übersicht der aktuellen Forschungsprojekte der AG Klinische Demenzforschung finden Sie hier.

Adresse

Uniklinik Köln 
Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP)
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 
Berrenrather Str. 311
50937 Köln (Lageplan)

KVB: Linie 13 Haltestelle Berrenrather Straße/ Gürtel; Linie 18 Haltestelle Sülzburgstraße
KVB: Linie 130, 131, 134, 978, Haltestelle Sülzburgstraße/ Berrenrather Straße

Leider stehen uns derzeit keine eigenen Parkplätze zur Verfügung.

Das Team

Studienkoordination

Ärzte

  • Dr. Ayda Rostamzadeh
    Dr. Ayda Rostamzadeh

    Dr. Ayda Rostamzadeh

    Oberärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Forschungsschwerpunkte: Früherkennung der Alzheimer-Krankheit, Effekte der Demenzprädiktion auf die psychische Gesundheit und Lebensqualität, Gesundheitskompetenz bei Risikopersonen für die Alzheimer-Krankheit

    ayda.rostamzadeh@uk-koeln.de

  • Dr. Philip Zeyen
    Dr. Philip Zeyen

    Dr. Philip Zeyen

    Arzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Forschungsschwerpunkte: Altersdepression, Prävention der Alzheimer-Krankheit, bildgebende Diagnostik der Alzheimer-Krankheit

    philip.zeyen@uk-koeln.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter

  • Theresa Müller, M. Sc.

    Theresa Müller, M. Sc.

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Forschungsschwerpunkt: Früherkennung und Prävention der Alzheimer-Krankheit

    Ausgewählte Publikationen:
    Müller, T., Payton, N. M., Kalpouzos, G., Jessen, F., Grande, G., Bäckman, L. & Laukka, E. J. (2020). Cognitive, Genetic, Brain Volume, and Diffusion Tensor Imaging Markers as Early Indicators of Dementia. Journal of Alzheimer’s Disease, pre-press.

    Telefon +49 221 478-98047
    theresa.mueller@uk-koeln.de

  • Lena Sannemann, M. Sc.

    Lena Sannemann, M. Sc.

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Forschungsschwerpunkte: Neuropsychiatrische Symptome im Verlauf der Alzheimer-Krankheit; Früherkennung und Prävention der Alzheimer-Krankheit

    Ausgewählte Publikationen:

    Sannemann L, Schild AK, Altenstein S, Bartels C, Brosseron F, Buerger K, Cosma NC, Fliessbach K, Freiesleben SD, Glanz W, Heneka MT, Janowitz D, Kilimann I, Kobeleva X, Laske C, Metzger CD, Munk MHJ, Perneczky R, Peters O, Polcher A, Priller J, Rauchmann B, Rösch C, Rudolph J, Schneider A, Spottke A, Spruth EJ, Teipel S, Vukovich R, Wagner M, Wiltfang J, Wolfsgruber S, Duezel E, Jessen F, for the DELCODE Study Group. Neuropsychiatric Symptoms in At-Risk Groups for AD Dementia and their Association with Worry and AD Biomarkers – Results from the DELCODE Study. Alzheimer's Res Ther. 2020, in press.

    Rodríguez-Gómez O, Rodrigo A, Iradier F, Santos-Santos MA, Hundemer H, Ciudin A, Sannemann L, Zwan M, Glaysher B, Wimo A, Bonn J, Johansson G, Rodriguez I, Alegret M, Gove D, Pinó S, Trigueros P, Kivipelto M, Mathews B, Ciudad A, Ferreira D, Bintener C, Gurruchaga M, Westman E, Belger M, Valero S, Maguire P, Krivec D, Kramberger M, Simó R, Garro IP, Visser PJ, Dumas A, Georges J, Jessen F, Winblad B, Shering C, Stewart N, Campo L, Boada M; MOPEAD Consortium. The MOPEAD project: Advancing patient engagement for the detection of "hidden" undiagnosed cases of Alzheimer's disease in the community. Alzheimers Dement. 2019 Jun;15(6):828-839.

    Escher, C. M., Sannemann, L., & Jessen, F. (2019). Stress and Alzheimer’s disease. Journal of Neural Transmission, 126(9), 1155-1161.

    Telefon +49 221 478-98910
    lena.sannemann@uk-koeln.de

Kölner Alzheimer Präventionsregister

Weiterführende Informationen

Kölner Verein für seelische Gesundheit eV (KVsG)

Hello Brain – Website mit leicht verständlichen wissenschaftlichen Informationen zur Hirngesundheit und praktischen Tipps, um das Gehirn fit zu halten

Neotiv – Bürgerforschungsprojekt „Gemeinsam Gedächtnis erforschen“ mithilfe von regelmäßigen Tests und Fragebögen in einer App

Deutsche Sporthochschule Köln und das Projekt „Denksport“

Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland

Deutsche Alzheimer-Gesellschaft (DAlzG)

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

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