Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP)

Als eines der ersten universitären Alzheimer-Präventionszentren in Deutschland bietet das Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) eine Anlaufstelle für Menschen, die sich über Alzheimer-Prävention informieren möchten oder konkretes Interesse an Präventionsmaßnahmen oder Präventionsstudien haben.

Demenzerkrankungen stellen eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Durch die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft nimmt die Zahl der Demenzerkrankten stetig zu. Dabei stellt die Alzheimer-Krankheit mit ca. 75% der Fälle die häufigste Ursache für die Entwicklung einer Demenz dar. Durch die Forschungserkenntnisse der letzten Jahre hat die Prävention der Alzheimer-Krankheit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Wir wissen heute, dass Präventionsmaßnahmen unter Berücksichtigung von Risikofaktoren das Fortschreiten der Krankheit positiv beeinflussen und das individuelle Demenzrisiko senken können. Gleichzeitig wurden durch technische Fortschritte Verfahren entwickelt, die es möglich machen, Alzheimer-typische Veränderungen im Gehirn bereits 20 Jahre vor Auftreten der ersten Symptome sichtbar zu machen. Diese lange Phase vor Auftreten der Symptome möchten wir nutzen, um das Gehirn zu schützen, bevor es krank wird! Um Maßnahmen zur Früherkennung und erfolgreiche Präventionsstrategien zu erforschen, werden zukünftig weitere Studien in diesem Bereich notwendig sein.

Vor diesem Hintergrund wurde 2019 das Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln gegründet. Als eines der ersten universitären Alzheimer-Präventionszentren in Deutschland bietet das KAP eine Anlaufstelle für Menschen, die sich über Demenzprävention informieren möchten und konkretes Interesse an Präventionsmaßnahmen oder -studien haben.  Unser Team besteht dabei aus Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die ihre Expertise in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Präventionsangebote und Forschung einbringen.

Das Team des Kölner Alzheimer Präventionszentrums arbeitet eng mit dem interdisziplinären Zentrum für Gedächtnisstörungen (ZfG) der Uniklinik Köln zusammen, in dem Frühdiagnostik und Behandlung von Demenzen und klinische Studien zur Alzheimer Krankheit angeboten werden.

Ziele des Kölner Alzheimer Präventionszentrums

Mit dem KAP verfolgen wir das Ziel, Menschen für die Relevanz der Demenzprävention zu sensibilisieren und Lebensstilveränderungen zur Risikoreduktion zu begleiten. Ein wichtiger Baustein ist das Kölner Alzheimer Präventionsregister, mit dem wir derzeit über 1.700 Personen erreichen, um Wissen und aktuelle Informationen zum Thema Hirngesundheit zu vermitteln. Durch regelmäßige Vorträge für Menschen mit Demenz und Zugehörige sowie Öffentlichkeitsarbeit fördern wir unsere Sichtbarkeit im Raum Köln, um mehr Menschen auf unsere Angebote aufmerksam zu machen. Dabei erleben wir immer wieder großes Interesse und einen starken Wunsch nach Informationen und Austausch im Bereich der Demenzprävention. Außerdem bieten wir für Menschen, die ihre Gehirngesundheit verbessern wollen, vielfältige Kurse, unter anderem zu den Themen Stressmanagement und kognitives Training an, die von unseren bisherigen Teilnehmenden sehr gut angenommen werden.

Dr.--Rostamzadeh-Ayda
Dr. Ayda Rostamzadeh

Leiterin des Zentrums

fax icon+49 221 478-36858
Univ.-Prof. Dr.--Jessen-Frank
Univ.-Prof. Dr. Frank Jessen

Leiter des Zentrums

fax icon+49 221 478-36858
-Sannemann-Lena
Lena Sannemann, M. Sc.

Leitende Neuropsychologin

fax icon+49 221 478-36858

Kölner Alzheimer Präventionsregister

Sie möchten regelmäßig über aktuelle Forschungsergebnisse, neue Konzepte zur Prävention der Alzheimer Krankheit und die Möglichkeit zur Teilnahme an Präventionsmaßnahmen oder aktuellen Präventionsstudien informiert werden? Dann melden Sie sich im Kölner Alzheimer Präventionsregister an!

Weitere Informationen über die Anmeldung finden Sie hier.

Neues aus der Alzheimer-Präventionsforschung

Aktuelles

U.S. Pointer Studie belegt positiven Effekt von Lebensstilinterventionen auf die geistige Leistungsfähigkeit

Auf der internationalen Alzheimer Konferenz in Toronto, Kanada, wurden erstmals die Ergebnisse der U.S. Pointer Studie vorgestellt. Bei der Studie handelt es sich um ein US-amerikanisches Folgeprojekt der finnischen FINGER-Studie, die bereits 2015 zeigen konnte, dass eine multidimensionale Lebensstilintervention die Hirngesundheit und den kognitiven Abbau positiv beeinflussen kann. Dieser Ansatz wurde nun mit der U.S Pointer Studie auf eine größere und diversere Population in den USA übertragen.

Untersucht wurden rund 2.000 Erwachsene im Alter von 60 bis 79 Jahren mit erhöhtem Risiko für Demenzerkrankungen. Vor Studienbeginn führten die Teilnehmenden einen überwiegend bewegungsarmen Lebensstil, ernährten sich ungesund und wiesen mehrere vaskuläre und metabolische Risikofaktoren auf. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden zwei unterschiedliche Lebensstilinterventionen verglichen: eine strukturierte intensiv begleitete Intervention sowie ein selbstständig umzusetzendes Programm. Beide Interventionen umfassten Komponenten zu Ernährung, körperlicher Aktivität, kognitivem Training und dem Management kardiovaskulärer Risikofaktoren.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die globale geistige Leistungsfähigkeit in beiden Gruppen im Studienverlauf verbesserte. Teilnehmende der strukturierten intensiv begleiteten Gruppe profitierten dabei jedoch signifikant stärker als die der selbstständigen Gruppe. Die Studie konnte effektiv zeigen, dass sich die in FINGER beobachteten positiven Effekte von Multi-Domänen Lebensstilinterventionen auch in anderen Populationen bestätigen und unterstreicht die zentrale Rolle der Lebensstil-Modifikation in der Demenzprävention.

Medientipp:Hirschhausen und das große Vergessen

In einer 90-minütigen, zweiteiligen Dokumentation widmet sich Dr. Eckart von Hirschhausen den Ursachen, Therapieansätzen und Präventionsmöglichkeiten von Demenzerkrankungen. Die Sendung verbindet wissenschaftliche Einblicke mit persönlichen Perspektiven von Betroffenen und Angehörigen. Auch das Kölner Alzheimer Präventionszentrum wurde vom Filmteam besucht und ist mit einem kurzen Beitrag vertreten. Die Dokumentation ist in der ARD-Mediathek und unter folgendem Link zu finden:

https://www.ardmediathek.de/serie/hirschhausen-und-das-grosse-vergessen/staffel-1/Y3JpZDovL3dkci5kZS9oaXJzY2hoYXVzZW51bmRkYXNncm9zc2V2ZXJnZXNzZW4/1

Beinflussbare Risikofaktoren von Demenzerkrankungen neu bewertet

Eine aktuelle Neubewertung der Forschungsgruppe rund um die Psychiaterin und Wissenschaftlerin Gill Livingston zeigt, dass ein großer Teil der weltweiten Demenzerkrankungen durch gezielte Prävention verhindert oder verzögert werden könnte. Aufbauend auf früheren Analysen (2017, 2020) wurden die beeinflussbaren Risikofaktoren entlang der gesamten Lebensspanne anhand neuer Daten neu evaluiert. Insgesamt identifizierten die Forschenden 14 modifizierbare Risikofaktoren, die zusammengenommen rund 45% aller Demenzerkrankungen verhindern oder verzögern könnten.

In der frühen Lebensphase bleibt geringe Schuldbildung auch in der aktuellen Neubewertung ein zentraler Risikofaktor. In der mittleren Lebensphase spielen unter anderem Hörverlust, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, unbehandelte Depressionen, Adipositas, körperliche Inaktivität, Schädel-Hirn Traumata, sowie ein hoher Alkoholkonsum eine entscheidende Rolle. Als Risikofaktor neu aufgenommen wurde ein erhöhter LDL-Cholesterinspiegel, der gemeinsam mit dem Hörverlust den größten Einfluss auf das Demenzrisiko nimmt.

Im höheren Lebensalter wurden neben der sozialen Isolation und Luftverschmutzung nun auch ein abnehmendes Sehvermögen als weiterer relevanter Risikofaktor identifiziert.

Weltweit ist ein erheblicher Anteil der Erwachsenen über 50 Jahren von einer Einschränkung oder sogar einem Verlust des Sehvermögens betroffen. Eine frühzeitige augenärztliche Behandlung oder Korrektur durch Sehhilfen könnte dieses Risiko messbar senken.

Für weitere potenziell relevante Einflussfaktoren wie Schlaf, Ernährung, Infektionen und andere psychische Erkrankungen ist die aktuelle Studienlage nach Einschätzung der Forschungsgruppe jedoch noch nicht ausreichend, um sie in die Übersicht der veränderbaren Risikofaktoren aufzunehmen.

Zusammenfassend zeigt die Arbeit eindrucksvoll, dass die Prävention von Demenz über die gesamte Lebensspanne hinweg relevant ist und gesundheitsfördernde Maßnahmen auf individueller wie auch auf gesellschaftlicher Ebene eine zentrale Rolle im Umgang mit Demenz spielen.

Unsere Angebote

Veranstaltungen

Wir sind regelmäßig auf Informationsveranstaltungen vertreten, bei denen wir zur Demenzprävention beraten, einen Überblick zur Präventionsforschung geben und aktuelle Studien vorstellen. Die Termine werden über den E-Mail-Verteiler des Kölner Alzheimer Präventionsregisters kommuniziert. 

Präventionskurse zur Verbesserung der Hirngesundheit

Wir bieten derzeit Präventionskurse im Bereich Stressmanagement und Gedächtnistraining an und wollen unser Angebot zukünftig stetig erweitern. Über anstehende Präventionskurse informieren wir Sie hier und über den E-Mail-Verteiler des Kölner Alzheimer Präventionsregisters.

Zertifizierter Präventionskurs "Progressive Muskelentspannung"

Wir bieten am Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) regelmäßig Präventionskurse zur Verbesserung und Erhalt der Hirngesundheit an. Die Progressive Muskelentspannung (PME) ist eine Form von Entspannungsübungen nach Edmund Jacobsen mit dem Ziel, durch Muskelentspannung ein vertieftes körperliches Ruhegefühl und eine mentale Entspannung zu erreichen, zu verstärken und muskuläre Verspannungen zu lösen. Verschieden Studien haben gezeigt, dass Menschen mit einer hohen Anfälligkeit für Stress ein höheres Risiko haben, an einer Demenz zu erkranken. Schon wenige Minuten Entspannung am Tag können sich auf Dauer positiv auf das Stressniveau auswirken und so die kognitive Gesundheit fördern!

Vor Beginn des Kurses bieten wir Ihnen ein telefonisches Vorgespräch an, in dem Inhalt und Ablauf des Kursprogramms besprochen und ausstehende Fragen geklärt werden können. 

Der Kurs setzt sich aus acht Kurseinheiten à 90 Minuten zusammen.

Der Veranstaltungsort ist das Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) der Uniklinik Köln an der Berrenrather Str. 311, 50937 Köln.

Der PME-Kurs ist durch die Zentrale Prüfstelle Prävention zertifiziert und wird von vielen Krankenkassen mit einem Präventionszuschuss unterstützt.

Sie können im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse abklären, in welcher Höhe Ihnen ein Präventionszuschuss zusteht.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, würden wir gerne mit Ihnen einen Termin zum telefonischen Vorgespräch vereinbaren. Bitte schicken Sie uns daher per E-Mail eine Telefonnummer, unter der wir Sie erreichen können, an praevention-alzheimer@uk-koeln.de.
 

Zertifizierter Präventionskurs "Mindfulness Based Stress Reduction – Stressbewältigung durch Achtsamkeit"

Wir bieten am KAP regelmäßig Präventionskurse zur Verbesserung und Erhalt der Hirngesundheit an. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Menschen mit einer hohen Anfälligkeit für Stress ein höheres Risiko haben, an einer Demenz zu erkranken. Dabei kann das Risiko im Vergleich zu Menschen mit einer niedrigen Anfälligkeit für Stress bis zu dreifach erhöht sein. Stressbewältigung und Stressprävention stellen daher einen wichtigen Baustein für die Demenzprävention dar, den wir durch dieses Angebot aufgreifen möchten.

Im Mittelpunkt des MBSR Gesundheitsprogramms steht die Achtsamkeit. Indem wir lernen, achtsam mit uns und unserer Umgebung zu sein, können wir stressauslösende Faktoren rechtzeitig erkennen und lernen, gelassen damit umzugehen. MBSR wurde in den 1970er Jahren von Jon Kabat-Zinn entwickelt und die stressreduzierende Wirkung ist wissenschaftlich gut untersucht.

MBSR-Kurse können eine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen, aber unterstützen. Sie sind darauf ausgerichtet, die Haltung gegenüber den Herausforderungen des Lebens positiv zu verändern. Schwerpunkte der Kurse sind dabei sanfte Dehnübungen aus dem Yoga und angeleitete meditative Übungen in Ruhe und Bewegung mit Achtsamkeit für den Atem. Eine dritte Kernübung zur Körperwahrnehmung ist der sogenannte Body Scan, eine angeleitete Reise durch den Körper.

Der Kurs wird von Mechthild Lauf, einer erfahrenen MBSR-Lehrerin, Diplom-Pädagogin und systemischen Familientherapeutin angeboten und geleitet. Seit ihrer Ausbildung im Jahr 2011 bietet sie regelmäßig MBSR-Kurse und Achtsamkeitstage an, um Menschen dabei zu unterstützen, den Herausforderungen des Alltags stressfreier zu begegnen.

Vor Beginn des Kurses bietet Mechthild Lauf ein persönliches Vorgespräch an, in dem Inhalt und Ablauf des Kursprogramms besprochen und ausstehende Fragen geklärt werden können. Der achtwöchige MBSR-Kurs setzt sich aus 8 Kurseinheiten à 2,5 Stunden zusammen.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben oder weitere Informationen wünschen, melden Sie sich gern via E-Mail bei Mechthild Lauf (info@mbsr-mechthildlauf.de) oder bei uns im KAP (praevention-alzheimer@uk-koeln.de).

Kurs zum Gedächtnistraining "NEUROvitalis"

NEUROvitalis ist ein wissenschaftlich fundiertes neuropsychologisches Gruppentraining zum Erhalt und zur Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit, um präventiv geistiges Leistungsvermögen zu stabilisieren oder einem Leistungsabbau entgegenzuwirken. Der Kurs richtet sich an gesunde ältere Menschen sowie an Patienten und Patientinnen mit leichten kognitiven Einschränkungen. Je nach kognitiver Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden stehen zwei Schwierigkeitsstufen des Trainings zur Verfügung, sodass die Inhalte individuell angepasst werden können. Die Übungen sind vielschichtig und abwechslungsreich, wodurch ein eher spielerischer als übender Charakter entsteht. Trainiert werden die Bereiche Arbeitsgedächtnis, Lern- und Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Denken und Planen sowie sprachliche Fähigkeiten.

Das Programm wurde auf Basis verschiedener Theorien bezüglich des Alterns und dem damit einhergehenden kognitiven Abbau entwickelt. Die Wirksamkeit der Übungsparadigmen von NEUROvitalis konnte in mehreren Studien sowohl für gesunde Menschen als auch für Personen, die bereits leichte kognitive  Einschränkungen aufwiesen, belegt werden (z. B. Middelstädt et al., 2016). Insbesondere die Gedächtnisleistung der Teilnehmenden nahm durch die Übungen deutlich zu. 

Der zwölfwöchige NEUROvitalis-Kurs setzt sich aus 12 Kurseinheiten à 90 Minuten zusammen.

Der Veranstaltungsort ist das Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) der Uniklinik Köln an der Berrenrather Str. 311, 50937 Köln.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, würden wir gerne mit Ihnen einen Termin zum telefonischen Vorgespräch vereinbaren. Bitte schicken Sie uns daher eine Telefonnummer, unter der wir Sie erreichen können per E-Mail an praevention-alzheimer@uk-koeln.de
 

Studien

Laufende Studien

Psychotherapie für eine bessere Krankheitsbewältigung nach Alzheimer-Diagnose

Kurztitel: PeAD
Fördereinrichtung: Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Dauer: 2026 - 2027
Projektleitung: Dr. Ayda Rostamzadeh

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache einer Demenz und bringt für Betroffene im frühen Stadium häufig große Verunsicherung, Sorgen und emotionale Belastungen mit sich. Zwar können neue medikamentöse Therapien den Krankheitsverlauf teilweise verlangsamen, eine Heilung ist bislang jedoch nicht möglich. Psychosoziale Angebote können Betroffene und ihre Angehörigen in dieser Situation unterstützen, etwa durch die Förderung von Krankheitsakzeptanz, Bewältigungsstrategien und Gesundheitskompetenz. Entsprechende strukturierte psychotherapeutische Maßnahmen für Menschen im frühen Stadium der Alzheimer-Erkrankung mit leichter kognitiver Störung (mild cognitive impairment, MCI) fehlen jedoch bislang. Die randomisiert-kontrolloerte PeAD-Studie setzt hier an und untersucht die Auswirkungen eines 10-wöchigen psychotherapeutischen Gruppenprogramms auf die Teilnehmenden. Das Programm basiert auf bewährten Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie und der Psychoonkologie und wird durch Interviews und Fragebogenerhebungen wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, ein wirksames Psychotherapie-Angebot für Menschen mit MCI zu entwickeln und langfristig in der Versorgung zu etablieren.

Beteiligung von Patientinnen und Patienten an  der Konzeptentwicklung für eine psychosoziale Unterstützungsmaßnahme für Menschen mit MCI

Kurztitel: PsyActive-MCI
Fördereinrichtung: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Dauer: 2025 - 2026
Projektleitung: Dr. Ayda Rostamzadeh
Projektkoordination: Hanna Gräfe, M.Sc., Dr. Michelle Gerards, Julia Dickmeiß, B.Sc.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz bei älteren Menschen. Die Zunahme der an Alzheimer erkrankten Menschen ist weltweit eine der größten Herausforderungen und bis heute gibt es keine Möglichkeit der Heilung. Die leichte kognitive Störung (mild cognitive impairment, MCI) bezeichnet ein Stadium objektivierbarer kognitiver Beeinträchtigungen, bei dem die Alltagsfunktionen, im Unterschied zur Demenz, weitgehend erhalten sind. Betroffene weisen deshalb ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz. Die Diagnose ist für viele Betroffene und ihre Angehörigen mit Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Es fehlen spezifische therapeutische Angebote für diese Zielgruppe, die zur Förderung der Krankheitsbewältigung und der Lebensqualität beitragen können. Gleichzeitig stellt MCI ein wichtiges therapeutisches Zeitfenster dar, da noch ausreichend kognitive Ressourcen vorhanden sind, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Neben den zur Verfügung stehenden medikamentösen Therapien, gewinnen nicht-medikamentöse und psychosoziale Therapieansätze zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser Studie ist es, diese Versorgungslücke zu adressieren.  Es wird untersucht, was für die Patientinnen und Patienten wichtig ist und welche Art von Unterstützung sie benötigen. Diese Studie soll patientenrelevante Endpunkte sowie ein geeignetes Studiendesign für eine geplante Psychotherapiestudie identifizieren. Im Sinne der partizipativen Gesundheitsforschung werden Betroffene und relevante Stakeholder während des gesamten Forschungsprozesses aktiv einbezogen, um anhand qualitativer und quantitativer Methoden das zukünftige Unterstützungsprogramm bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Demenz-Risikokommunikation: Effekte der Mitteilung des ApoE-e4-Genstatus

Kurztitel: CREAD
Dauer: 2024 - 2026
Projektleitung: Dr. Ayda Rostamzadeh
Projektkoordination: Dr. Michelle Gerard, Lena Sannemann, M.Sc.

Die Bestimmung des ApoE-ε4-Genstatus und des damit verbundenen Risikos für die Alzheimer-Demenz gewinnt in der Allgemeinbevölkerung zunehmend an Bedeutung. In Anlehnung an die PreTAD-Studie untersucht dieses Projekt die Auswirkungen der Mitteilung eines erhöhten Demenzrisikos bei hetero- oder homozygotem ApoE-ε4-Genstatus auf kognitiv gesunde Probandinnen und Probanden. Ziel ist es, mithilfe standardisierter Fragebögen zu psychischer Gesundheit, Lebensqualität, Lebensstil und subjektiver Risikowahrnehmung die Bedürfnisse der Teilnehmenden besser zu erfassen und darauf aufbauend die Konzepte der Beratung und Aufklärung in Gedächtnisambulanzen zu verbessern.

Prädiktion der Alzheimer-Erkrankung: Ethische, klinische, linguistische und rechtliche Aspekte des Paradigmenwechsels einer prädiktiven Medizin

Kurztitel: PreTAD
Fördereinrichtung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Teil des Netzwerks ERA-NET NEURON
Dauer: 2021 - 2025
Projektleitung: Dr. Ayda Rostamzadeh
Projektkoordination: Michelle Gerards

Die prädiktive Medizin eröffnet nicht nur vielfältige gesundheitsrelevante neue Möglichkeiten, sondern wird auch immer zuverlässiger und leichter zugänglich. Es zeichnet sich ein Paradigmenwechsel in der Medizin ab, bei dem die Diagnostik auf der Grundlage von Krankheitssymptomen und Therapie durch Prädiktion und Prävention ergänzt oder sogar ersetzt wird. Dies führt jedoch nicht nur zu verbesserten Möglichkeiten der medizinischen Versorgung, sondern hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben des Einzelnen, auf das Gesundheitssystem und auf unsere Gesellschaft.

Ziel von PreTAD ist es, individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Perspektiven der Menschen in Bezug auf die Vorhersage der Alzheimer-Erkrankung herauszuarbeiten sowie die Auswirkungen des Paradigmenwechsels in der Medizin auf individueller, sprachlicher, rechtlicher und gesellschaftlicher Ebene zu ergründen. Auf dieser Basis sollen Praxisempfehlungen für den Umgang mit den Effekten der prädiktiven Medizin für den Bereich der Alzheimer-Erkrankung gegeben werden.

https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/pretad-pradiktion-der-alzheimer-erkrankung-ethische-klinische-linguistische-und-rechtliche-16257.php

Abgeschlossene Studien

Ernährungsintervention zur Reduktion der Omega-6/Omega-3-Fettsäuren Ratio

Fördereinrichtung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder (EXC 2030 - 390661388)
Dauer: 2023 - 2024
Projektleitung: Prof. Frank Jessen, Dr. Ayda Rostamzadeh
Projektkoordination: Lena Sannemann

Laut Ergebnissen einer großen deutschen Studie zur Ernährung machen Fettsäuren in Deutschland bei Männern 36% und bei Frauen 35% der Gesamtenergie aus. Fettsäuren können in gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte Fettsäuren oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren klassifiziert werden. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören die Omega-6 und die Omega-3 Fettsäuren. Diese kommen in hohen Konzentrationen im Gehirn vor und unterstützen die Hirnfunktion. Während der möglicherweise schützende Einfluss von Omega-3-Fettsäuren auf das Gehirn bereits in einigen Studien untersucht wurde, ist über den Einfluss des Verhältnisses von Omega-6 zu Omega-3 noch wenig bekannt. Es gibt jedoch Vermutungen, dass ein solches Ungleichgewicht mit stark erhöhtem Omega-6-Anteil zu entzündungsfördernden Prozessen im Gehirn beiträgt, die das Risiko für neurodegenerative Prozesse erhöhen können. Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden, ob durch eine zehnwöchige Ernährungsintervention, die aus einer Ernährungsberatung, der Bereitstellung von Lebensmitteln und einer Omega-3-Supplementierung besteht, eine Senkung des Omega-6/Omega-3-Verhältnisses erreicht werden kann. Gemessen wird das Verhältnis im Blutplasma anhand der Omega-6-Festtäure Arachidonsäure (ARA) und der Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA). Dies stellt den ersten Schritt dar, um in zukünftigen Studien den Einfluss von Ernährungsinterventionen auf das Demenzrisiko messen zu können. Untergeordnete Studienziele sind Analysen des Ernährungsverhaltens, der kognitiven Leistung, des Lebensstils und Wohlbefindens sowie (epi-)genetische Analysen.


Individuelle Risikoprofilierung zur Alzheimer- und Demenz-Prävention

Kurztitel: INSPIRATION

Laufzeit: 09/2019 – 01/2022

Im Rahmen der INSPIRATION-Studie wurden wissenschaftliche Erkenntnisse über die Häufigkeit und Verteilung der Risikofaktoren für Demenzerkrankungen in der Bevölkerung gesammelt. Anhand ausgewählter Fragebogen, einer neuropsychologischen Testung und Blutanalysen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie ein persönliches Risikoprofil und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Empfehlungen zur Risikominimierung.

Brain Health Services: Erfassung des individuellen Demenzrisikos am Kölner Alzheimer Präventionszentrum.  Zeyen, P., Sannemann, L., Bohr, L., Escher, C., Müller, T., Ramírez, A., Rostamzadeh, A. & Jessen, F. (2023). Der Nervenarzt94(5), 392-399. doi: doi.org/10.1007/s00115-023-01451-1

European Prevention of Alzheimer’s Dementia Consortium

Kurztitel: EPAD
Fördereinrichtung: IMI (Europäische Kommission)
Laufzeit: 01/2015 – 10/2020
Status: in Deutschland beendet

Bei EPAD handelt es sich um eine Forschungsinitiative zur Alzheimer-Demenz, die von der Europäischen Union und der pharmazeutischen Industrie ins Leben gerufen wurde. In diesem Projekt soll die sehr frühe Krankheitsphase der Alzheimer-Krankheit erforscht werden. Hierfür werden gesunde Personen und Personen in einem frühen Stadium der Erkrankung in regelmäßigen Abständen auf Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit untersucht. Personen, bei denen Alzheimer-typische Veränderungen nachgewiesen werden, haben dann die Möglichkeit an Präventionsstudien teilzunehmen, die ebenfalls im Rahmen des EPAD Projektes durchgeführt werden. Link zur Website: http://ep-ad.org/

Models of Patient Engagement for Alzheimer’s Disease

Kurztitel: MOPEAD
Fördereinrichtung IMI2 (Europäische Kommission)
Laufzeit: 10/2016 – 12/2019
Status: abgeschlossen

Im Rahmen des MOPEAD-Projekts wurden an fünf europäischen Standorten Strategien zur effizienten Früherkennung der Alzheimer-Krankheit identifiziert und getestet. Dabei wurden die folgenden Strategien untersucht: eine kostenlose Gedächtnisuntersuchung in einer Gedächtnisambulanz, ein Online-Test im Internet und Gedächtnistestungen bei Diabetologen und Hausärzten. Link zur Website: https://www.mopead.eu/

Complementary pre-screening strategies to uncover hidden prodromal and mild Alzheimer's disease: Results from the MOPEAD project. Boada M, Rodrigo A, Jessen F, Wimblad B, Kramberger MG, Visser PJ, Simó R, Rodríguez-Gomez O, Ciudin A, Georges J, Dumas A, Maguire P, Krivec D, Wimo A, Valero S, Alegret M, Jamilis L, Zwan M, Sannemann L, Arrufat J et al. Alzheimers Dement. 2022 Jun;18(6):1119-1127. doi: 10.1002/alz.12441

General practitioners' attitude toward early and pre-dementia diagnosis of AD in five European countries-A MOPEAD project survey. Sannemann L, Müller T, Waterink L, Zwan M, Wimo A, Stomrud E, Pinó S, Arrufat J, Rodríguez-Gomez O, Benaque A, Bon J, Ferreira D, Johansson G, Dron A, Dumas A, Georges J, Kramberger MG, Visser PJ, Winblad B, Campo L, Boada M, Jessen F; MOPEAD consortium.  Alzheimers Dement (Amst). 2021 Feb 23;13(1):e12130. doi: 10.1002/dad2.12130.

A Cost-Consequence Analysis of Different Screening Procedures in Alzheimer's Disease: Results from the MOPEAD Project. Wimo A, Belger M, Bon J, Jessen F, Dumas A, Kramberger MG, Jamilis L, Johansson G, Rodrigo Salas A, Rodríguez Gómez O, Sannemann L, Stoekenbroek M, Gurruchaga Telleria M, Valero S, Vermunt L, Waterink L, Winblad B, Visser PJ, Zwan M, Boada M; Collaborators and members of the MOPEAD consortium.  J Alzheimers Dis. 2021;83(3):1149-1159. doi: 10.3233/JAD-210303.

Generation Program (Generation I + Generation II)

Sponsor: Novartis Pharmaceuticals
Status: abgeschlossen

In der „Generation Studie 1“ sollte getestet werden, ob die Medikamente CAD106 und CNP520 das Auftreten und Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit bei Personen mit erhöhtem genetischem Risiko bremsen können. In der „Generation Studie 2“ sollten die Effekte und Sicherheit von CNP520 bei Personen mit erhöhtem genetischen Risiko für die Alzheimer-Krankheit und Nachweis von Amyloid-Ablagerungen untersucht werden. Das Studienprogramm wurde allerdings seitens der Firma Novartis Pharmaceuticals vorzeitig beendet.

Weitere Forschungsprojekte

Als Teil der AG Klinische Demenzforschung sind die Mitarbeiter des Kölner Alzheimer Präventionszentrums an weiteren Forschungsprojekten beteiligt. Eine Übersicht der aktuellen Forschungsprojekte der AG Klinische Demenzforschung finden Sie hier.

Adresse

Uniklinik Köln 
Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP)
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 
Berrenrather Str. 311
50937 Köln (Lageplan)

KVB: Linie 13 Haltestelle Berrenrather Straße/ Gürtel; Linie 18 Haltestelle Sülzburgstraße
KVB: Linie 130, 131, 134, 978, Haltestelle Sülzburgstraße/ Berrenrather Straße

Leider stehen uns derzeit keine eigenen Parkplätze zur Verfügung.

Das Team

Ärztliche und wissenschaftliche Mitarbeiter

  • Lara Bohr, M. Sc.
  • Dr. Michelle Gerards
  • Hanna Gräfe, M. Sc.
  • Dr. Philip Zeyen

Kölner Alzheimer Präventionsregister

Weiterführende Informationen

Hello Brain

„Find out more about your brain!“

Hello Brain ist eine Website mit leicht verständlichen wissenschaftlichen Informationen zur Hirngesundheit und praktischen Tipps, um das Gehirn fit zu halten: https://www.hellobrain.eu/de/

Daneben bietet Hello Brain eine kostenlose App mit wissenschaftlich fundierten Übungen, sogenannten „Geistesblitzen“. Im Fokus der Geistesblitze stehen die Kategorien Körper, Geselligkeit, Geist, Einstellung und Lebensweise – nach dem Motto „Tu jeden Tag etwas, was gut für dein Gehirn ist.“. Weitere Infos finden Sie unter https://www.hellobrain.eu/de/gettheapp

Wissenspodcast „Hirn&Heinrich“

Im Wissenspodcast „Hirn&Heinrich“ des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) spricht Moderatorin und Journalistin Sabine Heinrich jeden Monat mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Erkrankungen des Gehirns wie Demenz, Alzheimer oder Parkinson. Der Podcast kann kostenlos auf allen gängigen Portal wie Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts oder Amazon Music abgespielt werden.

Demenz Podcast

Der Demenz Podcast erscheint monatlich und behandelt in jeder 20 minütigen Sendung ein anderes Thema rund um die Demenz. Es sind bereits über 50 Folgen erschienen, die beispielsweise Kommunikation, Sport und Bewegung, Schlaf und Demenz, Prävention von Demenz, verschiedene Formen der Demenz, Vereinbarkeit von Pflege und Beruf und vieles mehr zum Thema hatten. Der Demenz Podcast wird in Zusammenarbeit dem der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und dem medhochzwei Verlag entwickelt. Er kann kostenlos auf allen gängigen Portal wie Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder auch auf der Website https://www.demenz-podcast.de/ abgespielt werden.

NeuroNation – Fitness für Ihren Kopf

Das NeuroNation Gedächtnistraining mit über 30 Übungen ist als Website oder als App verfügbar. Mithilfe der Übungen sollen beispielsweise das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit und das logische Denken trainiert werden. Die App „NeuroNation MED“ mit personalisiertem Gehirntraining kann von gesetzlichen Krankenkassen bei einer diagnostizierten leichten kognitiven Störung erstattet werden.

Neotiv

Neotiv ist ein Digital Health Startup, das App-basierte kognitive Tests entwickelt, die eine frühzeitige medizinische Einordnung von Gedächtnisproblemen im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit ermöglichen sollen. Über die Bürgerforschungsplattform  „Gemeinsam Gedächtnis erforschen“ werden laufend Teilnehmende für Forschungsprojekte gesucht – derzeit beispielsweise für eine Studie, die untersucht, wie sich die Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung von Covid-19 und eine Covid-19 Erkrankung auf die Gedächtnisleistung auswirken: https://www.exploring-memory.org/projects/1

Der Bundesverband Gedächtnistraining

Der Bundesverband Gedächtnistraining (BVGT) e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein ganzheitliches Gedächtnistraining zu entwickeln, zu fördern und zu verbreiten. Das Programm orientiert sich dabei an 12 Trainingszielen, darunter Assoziatives Denken, Denkflexibilität, Fantasie und Kreativität, Wortfindung, Konzentration, Logisches Denken, Mehrfähigkeit, usw. Grundlage des Ganzheitlichen Gedächtnistrainings sind wissenschaftliche Erkenntnisse über die  neuronalen Strukturen und die Funktionsweise des Gehirns. Auf der Website finden Sie Informationsmaterialien und zertifizierte Gedächtnistrainerinnen und Trainer in Ihrer Nähe: https://bvgt.de und    https://bvgt.de/der-bundesverband-gedaechtnistraining/suche-nach-bvgt-zertifizierten-trainerinnen/

Sporthochschule Köln

Sport und Bewegung wirken sich positiv auf die Hirngesundheit aus und fördern die Lebensqualität. Unter dem Motto „Aktiv für Körper und Gehirn“ richtet sich das Projekt „Denksport“ der Sporthochschule Köln an ältere Menschen, die vielleicht schon erste Vergesslichkeit erleben und/oder etwas für ihre Fitness tun möchten. Wöchentlich werden mehrere Kurse angeboten, die Ausdauersport und Kraft/Koordination im Fokus haben. Mit der Teilnahme kann außerdem die Forschung zur Demenzprävention unterstützt werden. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich per E-Mail an denksport@­dshs-koeln.de oder telefonisch unter der +49 162 2677291 an die Verantwortlichen der Sporthochschule wenden. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.dshs-koeln.de/aktiv-fuer-koerper-und-gehirn/

Fit für 100

Das Programm „fit für 100“ des Deutschen Instituts für angewandte Sportgerontologie e.V. ist ein Bewegungsangebot zur Förderung der Mobilität und Selbstständigkeit von Menschen über 60 Jahren. Es richtet sich insbesondere auch an hochaltrige Menschen ab dem 80. Lebensjahr und an Menschen mit einer Demenzerkrankung, um sie dabei zu unterstützen, Alltagshandlungen möglichst lange selbstständig verrichten zu können. „fit für 100“-Gruppen werden an mehreren Standorten in NRW angeboten – weitere Informationen erhalten Sie per E-Mail an info@ff100.de,  telefonisch unter 0221 – 169 967 40 sowie auf der Website https://www.ff100.de/

Kölner Verein für seelische Gesundheit eV (KVsG)

Der Kölner Verein für seelische Gesundheit (KVsG) unterstützt als Förderverein das Kölner Alzheimer Präventionszentrum (KAP) sowie das Früherkennungs- und Therapiezentrum für psychische Krisen (FETZ) der Klinik für Psychiatrie. Den Handlungsrahmen bilden somit Prävention und Früherkennung bei Demenz und psychischen Krisen. Ein starker Fokus liegt auf Öffentlichkeitsarbeit und darauf, Betroffenen Zugang zu ermöglichen sowie Interessierte und Unterstützer für den Erhalt eines gesunden Gehirns zu begeistern!

Wenn Sie die Arbeit des KVsG und damit Angebote und Forschung zur Früherkennung und Prävention psychischer und dementieller Erkrankungen unterstützen möchten, können Sie sich auf der folgenden Website über Spendenmöglichkeiten oder eine Fördermitgliedschaft informieren: https://www.kvsg.de/spenden-und-mitmachen/

Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland

Die Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz sind ein landesweites Netzwerk und haben zum Ziel, die Versorgungsstrukturen für Menschen mit unterschiedlichem Pflegebedarf und für pflegende Angehörige zu verbessern. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Information, Beratung, Begleitung, Qualifikation und Vernetzung von haupt- und ehrenamtlich engagierten Menschen und Organisationen. Es werden außerdem regelmäßige Veranstaltungen rund um das Thema Demenz angeboten. Umfangreiche Informationen zum Thema Demenz, darunter auch einen Jahreskalender unter dem Motto „Demenzprävention für jeden Monat im Jahr“ finden Sie unter folgendem Link:  https://alter-pflege-demenz-nrw.de/akteure/themen/demenz/

Demenz-Netze Köln

In vielen Kölner Stadtteilen haben sich Demenz-Netzwerke gegründet, die aus Beratungsstellen, Unterstützungsdiensten, Einrichtungen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern bestehen. Ziel ist, Menschen mit Demenz und deren Angehörigen schnelle und kompetente Hilfe zu vermitteln. Beispielsweise werden Beratungen angeboten, Hilfe und Unterstützung koordiniert und verschiedene Veranstaltungen organisiert. Eine Übersicht über die Demenznetze und weitere Angebote in den Kölner Stadtbezirken finden Sie auf der Website der Stadt Köln unter: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/gesundheit/demenz-wegweiser

Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) der Uniklinik Köln

Das Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) bietet ein umfangreiches Beratungs- und Schulungsangebot sowie Expertenvorträge und Plakatwände zu Themen rund um körperliche und seelische Gesundheit. Darunter fallen beispielsweise der regelmäßig angebotene Kurs „Leben mit Demenz – Seminar für Angehörige“ sowie ein offenes Café für Angehörige von an Demenz erkrankten Patientinnen und Patienten, das immer donnerstags von 15:00 bis 17:30 Uhr stattfindet. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie unter https://www.uk-koeln.de/patienten-besucher/patienten-informations-zentrum/.

Volkshochschule Köln

Die Volkshochschule Köln bietet ein umfangreiches Angebot im Kontext Demenz und Demenzprävention an, darunter Informationsveranstaltungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen. Außerdem werden Gedächtnistrainings und Gesundheitspräventionskurse in verschiedenen Kölner Stadtbezirken angeboten. Eine Übersicht über das aktuelle Programm finden Sie unter https://www.vhs-koeln.de/Programm

Deutsche Alzheimer-Gesellschaft (DAlzG)

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ist eine Selbsthilfeorganisation, die sich für ein besseres Leben mit Demenz engagiert. Sie bietet persönliche Beratung, engagiert sich für Unterstützung der Betroffenen und Angehörigen, und vermittelt Wissen sowie das Verständnis über Demenz in der Bevölkerung. Auch die Forschungsförderung gehört zu den Aufgaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Informationen zu Hilfe und Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie auf folgender Website https://www.deutsche-alzheimer.de/adressen. Bundesweite Hilfe und Beratung erfolgt über das Alzheimer-Telefon: +49 30 259 37 95 14

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) wurde 2009 gegründet. Die deutschlandweit 10 Forschungsstandorte stehen unter dem Motto „Hirnforschung für ein gesundes Leben“. Im Hinblick auf die vielfältigen Forschungsbereiche arbeiten ExpertInnen gemeinsam daran, die Ursachen von Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems zu verstehen und neue Ansätze für eine wirksame Prävention, Therapie und Patientenversorgung zu finden. Wenn Sie Interesse haben, an klinischen Studien des DZNE teilzunehmen, finden Sie auf folgender Website weitere Informationen: https://www.dzne.de/probandeninfo/teilnahmeinfo/

Alzheimer Forschung Initiative - Information & Forschung | Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)

Die Alzheimer Forschung Initiative bietet auf ihrer Website und ihrem YouTube-Kanal ein umfangreiches Informationsangebot zum Thema Alzheimer-Krankheit und Demenz-Prävention. Es wird außerdem ein kostenloser Online-Kurs angeboten, der sich über eine Laufzeit von acht Wochen mit verschiedenen Risikofaktoren und Möglichkeiten zur Vorbeugung befasst. Weitere Informationen zum Kurs finden Sie hier: https://www.alzheimer-forschung.de/ich-beuge-vor/

Für Kinder ab 5 Jahren stellt die AFI eine altersgerechte Aufklärung über die Alzheimer Krankheit zur Verfügung: AFi-KiDS: https://www.afi-kids.de/