Depressionen

Depression ist die häufigste psychische Erkrankung. Weltweit erkranken pro Jahr 5-7 % der Bevölkerung, jede vierte Frau und jeder achte Mann erkrankt einmal im Leben. Häufig treten Depressionen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren zum ersten Mal auf, 80 % der Betroffenen erkranken wiederholt.

Depressive Episoden dauern mindestens zwei Wochen an und werden in leicht, mittelgradig und schwer unterteilt. Die Zuordnung ergibt sich durch die Anzahl und Kombination der Symptome. Biologische Erklärungsansätze für das Entstehen einer Depression gehen von einer chronischen Stressreaktion und einer reduzierten Verfügbarkeit der Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin im synaptischen Spalt aus. Ob Veränderungen im Gehirn die Ursache oder die Folgen einer Depression sind, ist nicht geklärt.

Depressive Phasen werden häufig durch belastende Lebensereignisse oder durch Stress und Überforderung ausgelöst. Häufig ist die Wahrnehmung von depressiven Menschen geprägt durch eine negative Sicht auf sich selbst (z.B. „Ich bin nichts wert“), die Umwelt, (z.B. „Keiner liebt mich und keiner unterstützt mich“) und die Zukunft („Das hat alles keinen Zweck, es wird sich so oder so nichts ändern“) – die sogenannte kognitive Triade (Beck 2001). Negative Erfahrungen in Kindheit und Jugend führen zu negativen Grundüberzeugungen und Schemata. Diese werden begleitet von negativen Ursachenzuschreibungen (depressiver Attributionsstil, Abramson 1989), und münden in ein Gefühl andauernder Hilflosigkeit.

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