Stationsäquivalente Behandlung

Seit dem 01.11.2018 bietet unsere Klinik mit der "Stationsäquivalenten Behandlung (StäB)" ein völlig neues Angebot einer Krankenhausbehandlung an.

Mit der Einführung des Gesetzes zur Weiterentwicklung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) können Krankenhäuser Patienten in psychischen Krisen auch im häuslichen Umfeld im Rahmen der psychiatrischen Regelversorgung behandeln. Bei der Stationsäquivalenten Behandlung handelt es sich um eine zeitlich begrenzte, umfassende psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung durch ärztlich geleitete multiprofessionelle Teams mit Schwerpunkt im persönlichen Lebensumfeld des jeweiligen Patienten. Diese neue Form der Zuhausebehandlung kann somit unter Berücksichtigung von Erkrankung und individuellen Faktoren eine gleichwertige Alternative zur vollstationären Behandlung darstellen.

Leistungen

Die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung beinhaltet folgende Leistungen:

  • Behandlung durch ein multiprofessionelles Team mit Ärzten, Psychologen, Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Sozialarbeitern
  • Tägliche persönliche Kontakte zwischen dem Behandlungsteam und dem Patienten, welche überwiegend im häuslichen Umfeld stattfinden 
  • Vereinbarung eines individuellen Behandlungsplans mit dem Patienten, auf Wunsch auch unter Einbezug der im Haushalt lebenden Angehörigen
  • Angebot der Nutzung weiterer therapeutischer Angebote in der Klinik, z.B. Teilnahme an Psychotherapie-Gruppen, Spezialtherapien (Ergotherapie, Sporttherapie) und Beratung durch den Sozialdienst
  • Schnelle Interventionsmöglichkeiten im Krisenfall
  • Wechsel in die reguläre stationäre Krankenhausbehandlung auf Wunsch des Patienten kurzfristig oder bei medizinischer Notwendigkeit jederzeit möglich
Vorteile

Die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung kann Ihnen folgende Vorteile bieten:

  • Gleichwertige Behandlungsform bezüglich Symptomreduktion und sozialer Funktionsfähigkeit im Vergleich mit einer teil- oder vollstationären Krankenhausbehandlung
  • Erhöhung der Behandlungsbereitschaft und Zufriedenheit bei Patienten und Angehörigen
  • Verkürzung oder Vermeidung von stationären Aufenthalten
  • Stärkere Berücksichtigung individueller Wünsche und Bedürfnisse
  • Engere Einbeziehung von Angehörigen
  • Bessere Erkennbarkeit von auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren sowie persönlicher Ressourcen im häuslichen Umfeld 
Voraussetzungen

Die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Kriterien für eine stationäre psychiatrische Behandlungsnotwendigkeit sind erfüllt
  • Eine stationäre Krankenhausbehandlung wird von dem Patienten nicht gewünscht oder ist aufgrund krankheitsbedingter oder sozialer Faktoren nicht möglich
  • Eine Zuhausebehandlung ist nach fachärztlicher Einschätzung gegenüber der stationären Krankenhausbehandlung zur Erreichung der individuellen Therapieziele gleichwertig oder sogar vorzuziehen
  • Das Wohnumfeld ist innerhalb von 30 Minuten von der Uniklinik Köln aus erreichbar
  • Das häusliche Umfeld ist für diese Form der Behandlung geeignet (u.a. Vier-Augen-Gespräche sind möglich, das Kindeswohl von im Haushalt lebenden minderjährigen Kindern ist sichergestellt)
  • Das Einverständnis aller im häuslichen Umfeld lebenden Menschen liegt vor
Priv.-Doz. Dr. Fritz-Georg Lehnhardt

Priv.-Doz. Dr. Fritz-Georg Lehnhardt

Leiter des Zuhausebehandlungsteams

Leitender Oberarzt
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Terminvereinbarung:
Telefon
+49 221 478-87291 (Poliklinik)

Kontaktaufnahme und Informationen

Case Management
Telefon +49 221 478-87134 oder -89016
E-Mail psychiatrie-case-management@uk-koeln.de

Team

Dr. Hannah Lützerath, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. Verena Pützfeld, Psychologische Psychotherapeutin
Johannes Kirchhof, B.A. Psychiatrische Pflege, Teamleitung Stationen 2, 4, 5, Tagesklinik
Gada Keminer, Fachgesundheits- und Krankenpflegerin in der Psychiatrie

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