17.10.2018
7. Kölner Demenz Wochen

Alzheimer: Früherkennung schützt das Gehirn

Prof. Jessen zum Thema Demenz

Foto: Robert Kneschke, Fotolia
Foto: Robert Kneschke, Fotolia

Würden Menschen eine frühe Krankheit erkennen wollen, auch wenn eine Heilung heute noch nicht absehbar ist? „Viele möchten das,“ sagt Univ.-Prof. Dr. Frank Jessen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Uniklinik Köln, anlässlich der 7. Kölner Demenz Wochen mit rund 90 Veranstaltungen zwischen dem 21. September und 5. Oktober 2018 unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, an denen auch seine Klinik aktiv beteiligt war.

„Wenn es um die Alzheimer-Pathologie als Ursache von Demenz geht, wollen viele Menschen schon sehr früh wissen, ob ein Prozess wie die Alzheimer Erkrankung in ihrem Gehirn abläuft. Denn ist Alzheimer bereits im Kopf, leben betroffene Menschen im Hier und Jetzt häufig bewusster und können durch einen aktiven Lebensstil oft der Geschwindigkeit des Abbaus vorbeugen.“ Die schlechte, aber auch gute Nachricht vorneweg: Eine Heilung ist nicht absehbar, aber je früher eingegriffen wird, umso mehr kann das Gehirn geschützt und das Fortschreiten verlangsamt werden. Früherkennung ist möglich. Und dank eines gesunden Lebenswandels erkranken 80- bis 85-Jährige heute deutlich weniger an Demenz als noch vor 20 Jahren.

Weitere Informationen "Prof. Frank Jessen: Das Konzept der Früherkennung"

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