Mit einer Förderung in Höhe von 130.000 Euro unterstützt die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) eine randomisiert-kontrollierte Psychotherapiestudie an der Uniklinik Köln. Ziel der Studie ist es, durch gezielte Psychotherapie die psychische Gesundheit und Krankheitsbewältigung von Menschen mit leichter kognitiver Störung (MCI) zu verbessern und damit ihre Lebensqualität frühzeitig zu stärken. Das Projekt ist am Zentrum für Gedächtnisstörungen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie angesiedelt.
Geleitet wird die Studie von Oberärztin Dr. Ayda Rostamzadeh, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Untersucht wird, wie psychotherapeutische Interventionen Menschen mit leichter kognitiver Störung dabei unterstützen können, besser mit der Diagnose umzugehen und psychisch stabil zu bleiben.
„Menschen mit leichten kognitiven Störungen stehen häufig vor großen emotionalen Herausforderungen und Unsicherheiten“, erklärt Dr. Rostamzadeh. „Mit unserer Studie möchten wir wissenschaftlich fundiert prüfen, wie Psychotherapie zur Krankheitsbewältigung beitragen und die psychische Gesundheit nachhaltig stärken kann.“
Leichte kognitive Störungen gelten als mögliches Vorstadium einer Alzheimer-Erkrankung. Während biologische und diagnostische Aspekte intensiv erforscht sind, liegen für psychosoziale Interventionen bislang vergleichsweise wenige evidenzbasierte Daten vor. Hier setzt das Kölner Projekt an.
