Tics und Tourette-Syndrom

Als Tics bezeichnet man Bewegungen oder Laute, die spontan auftreten und nicht vollständig kontrolliert werden können. Bei den motorischen Tics reicht die Spanne von einfachen Bewegungen wie Augenblinzeln oder Kopfzucken bis hin zu komplexen Tics, die Gesten ähneln oder zu unbeabsichtigten Selbstverletzungen führen können. Bei den vokalen Tics unterscheidet man einfache Geräusche wie simple Laute, Räuspern, Schniefen oder Schlucken von komplexen Tics, die von Schreien oder auch Fluchen geprägt sein können. Wenn motorische und vokale Tics über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren nahezu durchgehend auftreten, so spricht man von einer chronischen motorischen und vokalen Tic-Störung - dem Tourette-Syndrom. Tics treten meist in der Kindheit erstmalig auf und zeigen häufig über die Jahre einen wechselhaften Verlauf, bei dem sich Phasen mit ausgeprägten Tics und eher mildere oder komplett Tic-freie Phasen abwechseln können.

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